# GwG Art. 2 — Scope of application (who is a financial intermediary)
- **Rubric (DE):** Geltungsbereich
- **Rubric (EN):** Scope of application (who is a financial intermediary)
- **Status:** In force
## Description
Article 2 delineates who is subject to the Act. Abs. 1 covers financial intermediaries (Bst. a) and commercial dealers in goods who accept cash (Bst. b, *Händlerinnen und Händler*). Abs. 2 lists prudentially supervised financial intermediaries by cross-reference to sectoral laws — banks (BankG), asset managers and trustees (FINIG), fund management companies and KAG licence holders, direct life insurers and collective-investment distributors, securities firms, CCPs/CSDs, payment systems and DLT trading venues (FinfraG), casinos and large-scale gambling operators (BGS), and precious-metals trade assayers/group companies (EMKG). Abs. 3 catches financial intermediaries in the wider sense on an activity basis — credit business, payment services, dealing for own or third-party account in banknotes, money-market instruments, currencies, precious metals, commodities and securities, investment advice, and securities custody. Abs. 4 exempts the SNB, tax-exempt pension institutions, Abs. 3 intermediaries serving only Abs. 2 intermediaries or equivalently supervised foreign ones, and certain L-QIF structures. From 1 October 2026, Abs. 1 Bst. c and new Abs. 3bis–3ter bring "advisers" (*Beraterinnen und Berater*) into scope (Abs. 3quater on public-law notaries, *Urkundspersonen*, is not yet in force) for defined property-transaction, legal-entity and domicile-provision activities, subject to the carve-outs for litigation-related legal work (Abs. 4 Bst. f), regulated audit activity (Abs. 4bis) and the low-risk exceptions in Abs. 4ter.
## Context & interpretation
Art. 2 is the gateway provision for the whole Act — the CDD, reporting and supervisory duties in the rest of the GwG apply only to those it captures. The 1.10.2026 extension to advisers answers longstanding FATF criticism that Switzerland under-regulated "gatekeeper" professions — lawyers, notaries, fiduciaries and company-formation agents — handling the formation, administration and transfer of non-operating legal entities (*Sitzgesellschaften*), a gap repeatedly flagged in FATF's mutual evaluations of Switzerland and in its horizontal reviews of gatekeeper regulation. The reform preserves core legal professional privilege by excluding lawyers' and notaries' litigation-related work (Abs. 4 Bst. f) and pure notarisation without ancillary advice (Abs. 4ter Bst. h), so the new perimeter targets the transactional/company-formation function rather than legal representation as such.
## Serves AMLR
- [[AMLR Art. 3 - Obliged entities|AMLR Art. 3]] — Obliged entities
- [[AMLR Art. 4 - Exemptions for certain gambling services|AMLR Art. 4]] — Exemptions for certain gambling services
- [[AMLR Art. 6 - Exemptions for certain financial activities|AMLR Art. 6]] — Exemptions for certain financial activities
## FATF
- [[FATF R.22 - DNFBPs - Customer due diligence|FATF R.22 — DNFBPs - Customer due diligence]] — GwG Art. 2 sets the persons subject to the Act: financial intermediaries (Abs. 2 includes casinos), dealers accepting cash (Abs. 1 Bst. b) and, since 1 October 2026, advisers for defined transactions (Abs. 3bis-3ter). *(direct)*
## Authoritative text
> [!quote]- GwG Art. 2 — German original, SR 955.0, consolidated version of 1 October 2026 (Fedlex)
> **Art. 2 Geltungsbereich**
> 1 Dieses Gesetz gilt:
> a. für Finanzintermediäre;
> b. für natürliche und juristische Personen, die gewerblich mit Gütern handeln und dabei Bargeld entgegennehmen (Händlerinnen und Händler);
> c. für Beraterinnen und Berater.
> 2 Finanzintermediäre sind:
> a. die Banken nach Artikel 1a des Bankengesetzes vom 8. November 1934 (BankG) und die Personen nach Artikel 1b BankG;
> abis. die Vermögensverwalter und die Trustees nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben a und b des Finanzinstitutsgesetzes vom 15. Juni 2018 (FINIG);
> b. die Fondsleitungen nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe d FINIG;
> bbis. die Bewilligungsträger nach Artikel 13 Absatz 2 Buchstaben b–d des Kollektivanlagengesetzes vom 23. Juni 2006 (KAG) und die Verwalter von Kollektivvermögen nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c FINIG;
> c. die Versicherungseinrichtungen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz vom 17. Dezember 2004, welche die direkte Lebensversicherung betreiben oder Anteile einer kollektiven Kapitalanlage anbieten oder vertreiben;
> d. die Wertpapierhäuser nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe e FINIG;
> dbis. die zentralen Gegenparteien und die Zentralverwahrer nach dem Finanzmarktinfrastrukturgesetz vom 19. Juni 2015 (FinfraG);
> dter. die Zahlungssysteme, sofern sie nach Artikel 4 Absatz 2 des FinfraG eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) benötigen;
> dquater. die Handelssysteme für DLT-Effekten nach Artikel 73a des FinfraG (DLT-Handelssysteme);
> e. die Spielbanken nach dem Geldspielgesetz vom 29. September 2017 (BGS);
> f. die Veranstalterinnen von Grossspielen nach dem BGS;
> g. die Handelsprüfer und Gruppengesellschaften nach Artikel 42bis des Edelmetallkontrollgesetzes vom 20. Juni 1933 (EMKG).
> 3 Finanzintermediäre sind auch Personen, die berufsmässig fremde Vermögenswerte annehmen oder aufbewahren oder helfen, sie anzulegen oder zu übertragen; insbesondere Personen, die:
> a. das Kreditgeschäft (namentlich durch Konsum- oder Hypothekarkredite, Factoring, Handelsfinanzierungen oder Finanzierungsleasing) betreiben;
> b. Dienstleistungen für den Zahlungsverkehr erbringen, namentlich für Dritte elektronische Überweisungen vornehmen oder Zahlungsmittel wie Kreditkarten und Reiseschecks ausgeben oder verwalten;
> c. für eigene oder fremde Rechnung mit Banknoten und Münzen, Geldmarktinstrumenten, Devisen, Edelmetallen, Rohwaren und Effekten (Wertpapiere und Wertrechte) sowie deren Derivaten handeln;
> d. …
> e. …
> f. als Anlageberater Anlagen tätigen;
> g. Effekten aufbewahren oder verwalten.
> 3bis Als Beraterinnen und Berater gelten natürliche und juristische Personen, die für Dritte berufsmässig bei finanziellen Transaktionen einschliesslich der Mittelbeschaffung im Zusammenhang mit folgenden konkreten Rechtsvorgängen mitwirken:
> a. Kauf und Verkauf von Grundstücken;
> b. Gründung und Errichtung von nicht operativen Rechtseinheiten mit Sitz in der Schweiz oder von Rechtseinheiten mit Sitz im Ausland;
> c. Führung und Verwaltung von nicht operativen Rechtseinheiten;
> d. Einlagen und Ausschüttungen von nicht operativen Rechtseinheiten;
> e. Kauf und Verkauf von Rechtseinheiten, sofern der Kauf oder Verkauf durch eine nicht operative Rechtseinheit erfolgt.
> 3ter Als Beraterinnen und Berater gelten zudem natürliche und juristische Personen, die berufsmässig für die Dauer von mehr als sechs Monaten Adressen oder Räume als Domizil oder Sitz für Rechtseinheiten bereitstellen.
> 4 Vom Geltungsbereich dieses Gesetzes ausgenommen sind:
> a. die Schweizerische Nationalbank;
> b. steuerbefreite Einrichtungen der beruflichen Vorsorge;
> c. Personen, die ihre Dienstleistungen ausschliesslich gegenüber steuerbefreiten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge erbringen;
> d. Finanzintermediäre nach Absatz 3, die ihre Dienstleistungen ausschliesslich gegenüber Finanzintermediären nach Absatz 2 erbringen oder gegenüber ausländischen Finanzintermediären, die einer gleichwertigen Aufsicht unterstellt sind wie diese;
> e. Limited Qualified Investor Funds (L-QIF) in der Rechtsform der Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (SICAV) oder der Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen (KmGK), wenn das nach Artikel 118h Absatz 1, 2 oder 4 KAG für die Geschäftsführung zuständige Institut die Erfüllung der in diesem Gesetz enthaltenen Pflichten übernimmt;
> f. Anwältinnen und Anwälte sowie Notarinnen und Notare, die eine Tätigkeit im Zusammenhang mit Gerichts-, Straf-, Verwaltungs- oder Schiedsverfahren ausüben, einschliesslich der Vertretung in Verfahren und der Beratung im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung von Verfahren, der Abklärung des Sachverhalts, der Beurteilung von Prozessrisiken, der Verhinderung solcher Verfahren und der Durchsetzung der Ergebnisse der Verfahren.
> 4bis Vom Geltungsbereich dieses Gesetzes als Beraterinnen und Berater ausgenommen sind von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde zugelassene oder beaufsichtigte natürliche Personen und juristische Personen für ihre Revisions- und Prüftätigkeit.
> 4ter In Anbetracht des tiefen Risikos von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sind vom Geltungsbereich dieses Gesetzes ausgenommen:
> a. Transaktionen im Zusammenhang mit Grundstücken und Rechtseinheiten infolge Familien-, Ehe- und Ehegüterrecht, Erbrecht oder Schenkung oder bei denen sich untereinander verbundene Personen gemäss Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe a FINIG gegenüberstehen;
> b. Übertragungen von Grundstücken und Rechtseinheiten mit einem Wert unter fünf Millionen Franken, soweit der Kaufpreis ausschliesslich über dem Gesetz unterstellte Banken oder andere Finanzintermediäre geleistet und empfangen wird;
> c. Kauf von selbst bewohnten Wohnliegenschaften in der Schweiz oder Kauf von Wohnliegenschaften, die in der Schweiz als Ersatzliegenschaft im Sinne von Artikel 12 Absatz 3 Buchstabe e des Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990 dienen;
> d. Übertragung von landwirtschaftlichen Gewerben oder Grundstücken gemäss dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht an Personen, die diese selbst bewirtschaften wollen;
> e. Übertragung von Grundstücken zwecks Güterzusammenlegung und ähnlichen Vorgängen;
> f. Organtätigkeiten für operative Rechtseinheiten sowie für gemeinnützige Stiftungen und für operativ tätige Vereine mit Sitz in der Schweiz;
> g. Errichtung von Stiftungen von Todes wegen;
> h. reine Beurkundung ohne akzessorische Beratungstätigkeit.
> 5 Der Bundesrat kann durch Verordnung weitere Ausnahmen von Artikel 2 Absätze 3bis und 3ter vorsehen.